Fampitaha, fampita, fampitàna
Eine eindringliche Tanzperformance über Körper, Erinnerung, Herkunft und die Weitergabe von Wissen – kraftvoll, bewegend und gemeinschaftlich
Vier Körper trotzen der kolonialen Gewalt, die sie über die Jahre geprägt hat: Soa Ratsifandrihanas Arbeit spürt choreografisch und musikalisch den mannigfaltigen Erzählungen des Lebens in der Diaspora nach. Zusammen mit einem Gitarristen und zwei Performer:innen begibt sie sich auf eine Reise zwischen Madagaskar und verschiedenen Kontinenten, auf der Suche nach der Geschichte von Herkunft, Bewegung, Erinnerung und ihrem Vermächtnis. In Fampitaha, fampita, fampitàna – was auf Deutsch in etwa Vergleich, Überlieferung und Wettstreit bedeutet – werden persönliche und kollektive Erlebnisse der Diaspora zu einer vielschichtigen Erzählung verwoben. Die Performance ist eine poetische Erinnerung daran, dass vererbte Überlieferungen nicht nur durch Sprache, sondern auch durch Körper, Bewegung und Klänge neue Gestalt annehmen können. Ohne jemals die Ernsthaftigkeit des Themas zu verlieren, gelingt es Ratsifandrihana und ihrem Ensemble, nahbar, humorvoll und mit Leichtigkeit die Kraft von Selbstermächtigung und Verbundenheit spürbar zu machen.
„Fampitaha, fampita, fampitàna macht die Komplexität einer mehrgenerationalen Diaspora erfahrbar. Die kraftvolle und gleichzeitig berührende Performance schafft Raum für Ambivalenz, für Verstehen und Nichtverstehen – für Mehrdeutigkeit und Toleranz. Sie erinnert daran, dass kulturelle Vielfalt nicht Bedrohung, sondern gelebte Realität Europas ist.“ – die Kuratorinnen
Einfach gesagt:
Fampitaha, fampita, fampitàna ist ein Tanz-Stück.
Der Titel bedeutet auf Deutsch: Vergleich, Überlieferung und Wettstreit.
Die Künstlerin Soa Ratsifandrihana untersucht mit Tanz und Musik das Leben in der Diaspora.
Diaspora bedeutet, dass Menschen ihre Heimat verlassen und woanders leben.
4 Menschen stehen auf der Bühne.
Sie reisen zwischen Madagaskar und anderen Ländern.
Dabei suchen sie nach Geschichten über Herkunft, Bewegung und Erinnerung.
Die Aufführung zeigt: Man kann Geschichten mit Worten, Bewegung und Musik erzählen.
Zugänglichkeit
- Sprache: Französische, englische, haitianische-kreolische & madagassische Lautsprache, englische & deutsche Übertitel
- Assistenzhunde sind willkommen. Bitte gebt beim Ticketkauf Bescheid, damit wir uns besser vorbereiten können.
- Die Veranstaltung findet ohne Pause statt.
- Informationen zu Anreise, Gebäude, Toiletten unter: https://ewerk-freiburg.de/zuganglichkeit
- Hier gibt es weitere Informationen zu sensiblen Inhalten und sensorischen Reizen
Allgemeine Informationen zur Zugänglichkeit gibt es hier.
Tickets | E-WERK Saal
Eine Performance von Soa Ratsifandrihana
Entwicklung & Performance Audrey Mérilus, Constant Bitihuse, Soa Ratsifandrihana
Footwork-Phrase Raza
Musik & Performance Joël Rabesolo
Dramaturgie Lily Brieu Nguyen
Künstlerische Zusammenarbeit Jérémie Polin Razanaparany alias Raza, Amelia Ewu, Thi Mai Nguyen
Texte Sékou Séméga
Lichtdesign Marie-Christine Soma
Kostüme Harilay Rabenjamina
In Zusammenarbeit mit dem Kostüm-Workshop des Théâtre Varia: Fabienne Damiean, Baptiste Alexandre, Marie-Céline Debande
Sounddesign Chloé Despax, Guilhem Angot
Forschung zu Weitergabe & Identität Prisca Ratovonasy
Outside Eye Maria Dogahe
Video Valérianne Poidevin, Antoine Chambre
Technische Leitung Thomas Roulleau-Gallais
Lichttechnik Diane Guérin, Julien Rauche (abwechselnd)
Tontechnik Guilhem Angot, Paul Boulier, Jean-Louis Waflart (abwechselnd)
Produktion, Vertrieb und Administration Alma Office (seit Januar 2026) – Anne-Lise Gobin, Camille Queval
Touring-Produktion Kintana (Brüssel), in Zusammenarbeit mit La cordiale
Sprache Französische, englische, haitianische-kreolische & madagassische Lautsprache, englische & deutsche Übertitel
Instagram @soa_ratsifa
Eintritt 26 € / 18 € / 9 € (erm.)